Kartoffel-Brunch am Gen-Acker mit Internationaler Pressekonferenz der europäischen Feldbefreier
Erste Europäische Feldbefreier am Amflora-Acker gesichtet!
Englische Amflora-Klone am Genacker gesichtet
Achtung, der Brunch am Gen-Acker wurde uns nicht genehmigt!!! Deswegen jetzt neue Adresse für den Brunch: Gentechnikfreier Brunch findet an der Alten Schmiede, Dorfstraße 74, 17209 Zepkow (Müritzkreis), Ortsmitte statt. Die anschließende Demo zum Gen-Acker ist nicht genehmigt, wir wehren uns!!!!
Hier die Einladung:
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger Europas zu unserer Auftaktveranstaltung, einem gentechnikfreien Brunch und einer internationalen Pressekonferenz ein:
am 27.August 2010 um 11.00 Uhr an der Alten Schmiede, Dorfstraße 74, 17209 Zepkow (Müritzkreis), Ortsmitte
Die Europäische Feldbefreiungsbewegung ist ein Zusammenschluss von Gruppen, Bewegungen und Verbänden, die sich in Sorge um unsere Ernährungsgrundlage und die Gesundheit der Bevölkerung europäisch organisieren und gemeinsam am Ziel eines gentechnikfreien Europas arbeiten. Als Europäische Feldbefreiungsbewegung fordern wir ein Ssofortiges Anbau- und Importverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen in Europa. Aufgrund der Gefahren der Gentechnik für Umwelt, Natur und Bäuerliche Landwirtschaft und der drohenden Kontamination der gesamten Landwirtschaft mit gentechnisch veränderten Organismen muss diese Risikotechnologie sofort gestoppt werden. Dieses Verbot muss europaweit gelten. Wir werden nicht zulassen, daß in irgend einem europäischen Land gentechnisch veränderte Organismen in die Umwelt gelangen. Wir leisten Widerstand, um die Vielfalt an Pflanzen und Tierarten zu bewahren. Da die Europäische Kommission und die europäische Zulassungsbehörden versagt haben uns Bürger , die europaweit Gentechnik ablehnen, vor Agro-Gentechnik zu schützen, werden wir jetzt zu dem letzten Mittel der Demokratie – der Aktion des zivilen Ungehorsams – greifen.
11.00 Uhr Gentechnikfreier Brunch 12.00 Uhr Internationale Pressekonferenz zur Amflora mit Teilnehmern aus Frankreich, England und Deutschland 13.00 Uhr Feldbesichtigung und Feldbegehung
Die Öffentlichkeit und die Presse sind herzlich eingeladen. Wir kündigen an, daß wir gegen jeglichen Gentechnikanbau im kommenden Jahr vorgehen werden.
Anfahrt mit dem Auto über die A19 Abfahrt Röbel oder Wittstock/Dosse und dann der Landstrasse folgen
Anfahrt mit Zug über die Bahnhöfe Wittstock/Dosse und Mirow, vielleicht auch Waren/Müritz oder Malchow/Mecklenburg und dann weiter mit dem Fahrrad oder sich abholen lassen
Übernachtungsmöglichkeiten für Donnerstag: 0171/8229719
European Field Liberation Movement
Zensur durch Gentechnik-Seilschaften aufgehoben
In Saarbrücken fiel heute wohl eines der wichtigsten Gerichtsurteile diesen Jahres für die gentechnik-kritische Bewegung: Jörg Bergstedt, Umweltaktivist und Publizist, darf seine Kritik an den Gentechnik-Seilschaften wieder ungeschminkt vortragen. Dem vorausgegangen waren absurde juristische Manöver der Gentechnik-Lobby, die sich durch Bergstedts Enthüllungen über sie verunglimpft fühlte.
InnoPlanta-Forum 2010
Wir kommen auch!
Am Montag, 6. September, trifft sich die Elite der Gentechnik-Lobby in dem beschaulichen Örtchen Üplingen (50 km südwestlich von Magdeburg) zum InnoPlanta-Forum. Wir wollen mit einer bunten, freundlichen Mahnwache vor Ort sein, um den Ansässigen zu zeigen, dass unsere Kritik an der Gentechnik fundiert ist.
Erster Prozesstag im Strafprozess gegen die Gatersleben-FeldbefreierInnen
Am 28.9. um 9:30 Uhr beginnt am Amtsgericht in Aschersleben in Sachsen-Anhalt die erste strafrechtliche Verhandlung. Die Aktion hatte schon im April 2008 stattgefunden. Seitdem gab es ein juristisches Hin-und-Her zwischen der zuständigen Staatsanwaltschaft und verschiedenen örtlichen Gerichten.Mit den Ergebnissen, dass nun doch nur gegen die AktivistInnen verhandelt wird und nicht auch gegen die vier bei der Aktion anwesenden Journalisten und dass der Prozess vorerst in Aschersleben bleibt und nicht gleich nach Magdeburg ans Landgericht geht. Die FeldbefreierInnen und ihre AnwältInnen haben ja schon im Rahmen des Zivilprozesses hart gearbeitet, jetzt beginnen sie mit der Vorbereitung auf diesen Abschnitt ihrer Aktionskonsequenzen. Auch die Planung für das Rahmenprogramm steht nunmehr an, über Anregungen und Unterstützung freut sich das Gendreck-weg-Team natürlich sehr.
Aktueller Feldbefreiungsnewsletter erschienen
Feldbefreiung geglückt!
Sechs FeldbefreierInnen von Gendreck-weg holen BASF-Kartoffel vom Acker
Kartoffeln erfolgreich eingetütet und bereit zum Abtransport durch die Polizei
Am heutigen Donnerstag, dem 29. Juli, haben sechs UnterstützerInnen der Initiative Gendreck-Weg trotz Polizei sechs Säcke mit gentechnisch veränderten (gv) Kartoffeln vom Amflora-Acker der BASF nahe Zepkow im Müritzkreis (Mecklenburg-Vorpommern) entfernt. Sie entsorgten sie in Säcken mit der Aufschrift „Vorsicht! Gentechnisch veränderte Organismen! Nicht zum Verzehr geeignet!“ Unterstützt wurden sie von vielen AnwohnerInnen und der örtlichen Bürgerinitiative.
Photos: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
Hier zum Clip bei "Tagesschau 15.00 Uhr" vom 29.07. Start bei 6.45 min
Amflora Aktion am 29.07.2010 bei Zepkow
Bunte Demonstration der Gentechnikgegnerinnen am Feld
BASF setzt mit einer Gegenveranstaltung auf Dialog
Aktuell um 9.30 Uhr findet am Amflora-Feld in Mecklenburg Vorpommern eine bunte Demonstration der Gentechnikgegnerinnen statt. Sie erfahren eine breite Untestützung der Menschen vor Ort und von der regionalen Bürgerinitiative.
Währenddessen möchte die BASF auf Dialog setzen und hat ihrerseits eine Gegendemonstration u.a. mit eigenen Auszubildenden initiiert.
Aktion zur gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora
Öffentliche Feldbefreiung des Amflora-Feldes bei Zepkow (Mecklenburg-Vorpommern) am 29.7.2010
Am 29. Juli 2010 werden wir, Karl Braig und Holger Isabelle Jänicke anfangen Mensch und Umwelt öffentlich vor den zu erwartenden Schäden zu schützen und wir laden Dich ein, dabei zu sein. In Schutzanzügen werden wir uns auf den Acker begeben, die Knollen der Amflora aus dem Boden holen und in einem Müllsack sammeln. Der Müllsack wird ordnungsgemäß mit „Vorsicht! Gentechnisch veränderte Organismen! Nicht zum Verzehr geeignet!“ gekennzeichnet sein.
Wir gehen davon aus, daß die Polizei die Entsorgungsaktion beenden und uns festnehmen wird. Wir gehen auch davon aus, dass wir vor Gericht gestellt werden. Wir gehen davon aus, weil wir wissen, dass Privateigentum immer noch besser geschützt ist, als das ökologische Gleichgewicht, die Gesundheit und die Ernährungssouveränität der Menschen. Genau das ist für uns aber nicht länger hinnehmbar.
Wir fangen am Vormittag des 29.7.2010 (Donnerstag) an und freuen uns über jede Form der Unterstützung
Wenn Du uns unterstützen willst, kannst Du nach Zepkow kommen und Dich uns anschließen oder vor Ort untertützen (oder am Vorabend nach Wredenhagen, Bitte vorher kurz melden). Die Anfahrtsbeschreibung findest Du unten Spenden für die Aktion und das mögliche Strafverfahren Kto. 401 687 1300 bei der GLS Bank, BLZ 430 609 67
Der Acker ist nördlich von Zepkow, östlich der Straße nach Bütow im Landkreis Müritz. Erkennbar am großen Werbeschild für Amflora von BASF und am Wachschutzcontainer auf der Mitte des Ackers.
Übernachtung ist im Alten Forsthaus In Wredenhagen, südlich vom Stadtteil Neukrug, bei Marlies Woellner. Schlafsack bitte mitbringen. Zelt mitbringen möglich, wenn es viele werden notwendig oder wir suchen dann auch nach weiteren Übernachtungsmöglichkeiten
Hier der Link zu Karte bei google
Anfahrt mit dem Auto über die A19 Abfahrt Röbel oder Wittstock/Dosse und dann der Landstrasse folgen.
Anfahrt mit Zug über die Bahnhöfe Wittstock/Dosse und Mirow, vielleicht auch Waren/Müritz oder Malchow/Mecklenburg und dann weiter mit dem Fahrrad oder sich abholen lassen.
Telefon: 0170-7565451
Landgericht Würzburg verurteilt Gentechnikgegnerin
Zwei Jahre, nachdem 60 GentechnikgegnerInnen ein Genmaisfeld in der Nähe von Kitzingen zerstörten, wurde am 30. Juni 2010 das erste Urteil im Berufungsprozess gesprochen: Nach sechs Verhandlungstagen verurteilte das Landgericht Würzburg die Aktivistin Cécile Lecomte zu 45 Tagessätzen à 15 Euro und bestätigte damit das Urteil der ersten Instanz. Die nichtvorbestrafte Angeklagte will sich hiervon jedoch nicht abschrecken lassen und hat bereits Revision eingelegt.
Zur Pressemitteilung der Aktivistin
Artikel aus der Lokalpresse
Offenes Teamtreffen in Hann. Münden am 10. und 11. Juli
Am Wochenende 10./11. Juli wird es ein offenes Teamtreffen geben, in Hann. Münden in der Nähe von Göttingen. Die Anreise ist auch schon am Freitagabend möglich. Am Samstag tagsüber wird es hauptsächlich um die weitere Begleitung und Gestaltung der Gatersleben-Prozesse gehen und ab Samstagabend um die Zukunft von Gendreck-weg. Das Ganze findet im Pfadfinderhaus am forstbotanischen Garten in Hannoversch Münden statt. Das ist nur 5 min vom Bahnhof Hann. Münden entfernt. Nähere Infos zu erfragen und Anmeldungen einzureichen bitte bei aktion@gendreck-weg.deVerkündung des Urteils im Berufungsverfahren durch OLG Naumburg am 25. Mai
Zivilverfahren geht weiter – angeklagt werden müssten aber andere
Das Oberlandesgericht Naumburg hat das Urteil der Berufungsverhandlung verkündet. Das Grund- und Teilurteil des Landgerichts Magdeburg ist komplett aufgehoben, womit die Berufung sowohl von Kläger und als auch Beklagten erfolgreich war. In Magdeburg wird nun das Gentechnik-Institut IPK aus Gatersleben seine Forderungen gegen die Feldbefreier besser belegen müssen.Zur aktuellen Pressemitteilung
Feldbefreiung als wirksames Mittel gegen Gentechnik anerkannt
Auch am dritten Tag in der Berufungsverhandlung gegen die Feldbefreierin Cecile Lecomte in Würzburg ist kein Urteil gefallen. Die beiden geladenen Polizeizeugen waren im Urlaub. Stattdessen konnte sich Richter Dr. Heß ausführlich mit den Beweisanträgen der Angeklagten aus der letzten Sitzung beschäftigen. Das war dann auch nötig bei den komplexen Zusammenhängen, die die Angeklagte über die Gentechnik-Lobby in Deutschland darlegte.
Einen Meilenstein erbrachte die Beweisaufnahme: "Der Richter nahm es als wahr an, dass Gentechnik gefährlich und Feldbefreiung ein wirksames Mittel dagegen sei," freute sich das so genannte "Eichhörnchen". Nach der Einstellung des Hausfriedensbruchs beim letzten Verhandlungstag war dies ein weiterer Erfolg für die Gendreck-weg-Aktivistin mit französischer Herkunft.
Sie hatte 2008 bei einer Aktion der Feldbefreiungs-Initiative Gendreck-weg in Kitzingen mitgewirkt, bei der ca. 5 ha des inzwischen verbotenen MON810-Maises unschädlich gemacht wurden. Drei weitere Mit-AktivistInnen beginnen ihren Berufungsprozess am LG Würzburg am 31.5.
Nächste Verhandlungstermine von Cecile Lecomte: 8. und 28.6., jeweils 11 Uhr, Landgericht Würzburg Kontakt: Cecile Lecomte, Feldbefreierin von 2008, Tel. 0163 / 73 42 46 2 Holger Isabelle Jänike, Gendreck-weg-Rechtshilfe, Tel. 0170 / 75 65 45 1
Berichte zum ersten Prozesstag:
Indymedia: Richter erkennt Gefährdung durch MON810-Mais
Mainpost: Genmaisgegnerin macht Notstand geltend
Main-Netz: Vom Fahnenmast in den Gerichts-Saal
Hintergrundinfos zur Aktion:
Bildergalerie, Pressespiegel und Video-Clip zur Feldbefreiung 2008
Chronologie zum juristischen Nachspiel der Aktion auf den Rechtshilfe-Seiten
Genweizen-Versuch von Gatersleben: Brisantes aus den Verwaltungs- und Prozessakten
3. Mai: Vorstellung einer Broschüre zu den Hintergründen des Weizenversuchs
Morgen findet vor dem Oberlandesgericht in Naumburg die Verhandlung der Schadensersatzklage gegen die sechs FeldbefreierInnen von Gatersleben statt. Die Betroffenen, ihre Rechtsanwälte und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. stellen heute eine neue Broschüre vor, die brisante Hintergründe zu den Vorgängen um die Freisetzung ans Licht bringt. Die Broschüre: Risiken und Nebenwirkungen – die Genbank Gatersleben und die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen zeigt anhand umfangreicher Quellen, auch aus den Verwaltungs- und Prozessakten auf, dass die Genehmigung der Freisetzung für Gatersleben nie hätte erteilt werden dürfen.
Hier geht es zum kostenlosen Download der Broschüre [pdf-Datei].
Zur Pressemitteilung nach dem Prozess
4. Mai 2010: Zweite Runde im Zivilprozess gegen die Gaterslebener Feldbefreier
Vielfältiges Programm rund um den Prozesstag am Oberlandesgericht Naumburg
Nun ist es soweit: Am Oberlandesgericht Naumburg wird am 4.5. unsere und die Berufung der Gegenseite verhandelt. Vertreten durch Horst Rehberger, den ehemaligen Wirtschaftsminister von Sachen-Anhalt, hatte das Institut (IPK) Schadenersatzforderungen in Höhe von 245.000 Euro erhoben. Das Landgericht Magdeburg hatte diese Forderung zu fast zwei Dritteln abgewiesen, weil es Rehberger auch nach dem dritten Schriftsatz nicht gelungen war, den Schaden schlüssig darzulegen. Dieses Urteil erging allerdings ohne unserer Seite wie versprochen noch einmal Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Das führte dazu, dass beide Seiten in die Berufung gingen.
Ungewöhnlich: Der Zivilprozess wurde vom IPK angestrengt ohne den Strafprozess abzuwarten. Dieser ist bis heute nicht eröffnet, denn das Amtsgericht Aschersleben hat sich vor kurzem für unzuständig erklärt, die umfangreiche Anklage der Staatsanwaltschaft zu verhandeln, die auch vor der Pressefreiheit nicht haltmacht.
Wir möchten auch diesen Prozess nutzen, um das ungelöste Problem gentechnisch manipulierter Lebensmittel in die Öffentlichkeit zu bringen.
Das Programm rund um die Verhandlung:
Montag 3.5.
11:00 - 15:00: Infostand am Marktplatz Naumburgnachmittags: Pressekonferenz in Magdeburg zur Vorstellung unserer Hintergrundsbroschüre
evtl. 19:30: Vortrag über die Hintergründe und Skandale des Genweizenversuchs. Familienbildungsstätte, Neustraße 47 (angefragt)
Dienstag 4.5.
11:00: Kundgebung am Marktplatz. Anschließend Weizenevakuierung als Straßentheater, Theaterumzug zum Gericht12:30: Fototermin vor dem OLG für die Presse
13:00: Mündliche Verhandlung der Berufung
Unterstützung gesucht!
Mehr Infos hier.
Prozess gegen Kartoffelschleuderer immer spannender
Zum dritten Mal schon wurde am Mittwoch, den 21. April vor dem Amtsgericht Waren über die Gegensaataktion mit Kartoffel-Katapult verhandelt.
zur Presseinformation.
Prozess am Amtsgericht Kitzingen am 19. April 2010
Drei FeldbefreierInnen verurteilt
Erfolgreicher Verkauf von Tagessätzen
Hier geht es zur Presseerklärung der verurteilten FeldbefreierInnen.
Die FeldbefreierInnen von Gatersleben: aktueller Stand der Dinge
4. Mai: Fortsetzung des Zivilprozesses
Der Zivilprozess gegen die 6 AktivistInnen, die im April 2008 einen Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Weizen auf dem Gelände des IPK (Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung) Gatersleben zerstörten, geht in die zweite Runde. Nachdem sowohl das IPK als auch die FeldbefreierInnen Berufung gegen das vom Landgericht Magdeburg erlassene Zwischenurteil eingelegt hatten, wird die Verhandlung nun in zweiter Instanz am Oberlandesgericht Naumburg fortgeführt.
Strafprozess: Amtsgericht Aschersleben erklärt sich nicht zuständig
Auch im Strafverfahren gibt es Neuigkeiten: Aufgrund des Umfangs und der Bedeutung dieses Prozesses will das Amtsgericht Aschersleben diesen Prozess nicht übernehmen und ihn stattdessen an das Landgericht Magdeburg übertragen. Dessen Entscheidung muss nun abgewartet werden. Neben den 6 Aktivist/innen sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft auch vier Presseleute, die die Aktion journalistisch begleiteten, auf der Anklagebank sitzen. Der Vorwurf: Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.
Zur Presseinformation vom 29. März
Zwischen Lüge und Lobby? Über Forschung mit der grünen Gentechnik, Behördenfilz und Verschwendung von Fördergeldern - Vortragsreihe zum Gatersleben-Versuch
Im Laufe der Prozesse stießen die AktivistInnen auf zahlreiche Dokumente über schlampige Kontrollen, Verschwendung von Fördergeldern und nachlässige Versuchsdurchführung. Mirjam Anschütz, eine der beteiligten Feldbefreierinnen, hält derzeit in verschiedenen Städten Vorträge, um über die Ausmaße des Skandals zu informieren. Am Beispiel des Freisetzungsversuchs in Gatersleben werden die Netzwerke und die Praxis der Genlobby beispielhaft aufgezeigt: Wissenschaftlich heißt nicht zwangsläufig korrekt, genehmigt heißt nicht unbedingt sicher und öffentlich gefördert heißt nicht zwingend im Sinne der Allgemeinheit.
Aktuelle Terminliste:
- 29. April Marburg: 19:00 Uhr im Hörsaalgebäude (Biegenstraße 14), HSG 115
- 2. Mai Magdeburg:
19:0017:00 Uhr im Bioladen Alles Natur (Max-Josef-Metzger-Straße 13) - 19. Mai Hannover
9. April: Erste Feldbesetzung 2010
Witzenhäuser Studierende besetzen ein Gentechnikfeld bei Wetze (nördlich von Göttingen)
Die unabhängige Gruppe Witzenhäuser Agrar-Studierende, Landwirte und Gärtner für eine gentechnikfreie Landwirtschaft besetzte am frühen Morgen ein Versuchsfeld der KWS Saat AG, das für die Aussaat von gentechnisch manipulierten Zuckerrüben vorbereitet war.
Bereits eine Stunde nach ihrer Ankunft begann die KWS Saat AG auf einem anderen Teilstück des rund 50 Hektar großen Ackers ihre Gen-Labor-Saat unter die Erde zu bringen. Die spontane Reaktion der Studenten: Sie stoppten die Maschinen durch eine Sitzblockade, um sie anschließend zu besetzen „Wir waren und sind fest entschlossen die Gentechnikversuche der KWS Saat AG zu verhindern“ sagt Gemüsegärtner Daniel Brand während er auf dem Dach eines KWS Traktors sitzt. Nach der dritten Aufforderung durch die Polizei mussten die jungen Menschen gegen neun Uhr die Maschinenbesetzung abbrechen. Aufgeben werden sie dennoch nicht. Sie werden den Acker trotz der erfolgten Aussaat weiter besetzen und ihrem Protest weiter Ausdruck verleihen. „Wir werden weiter für unser Ziel einer gentechnikfreien Landwirtschaft kämpfen und fordern die KWS nachdrücklich dazu auf die Versuche einzustellen.“
Mehr Infos: Aktuelle Pressemitteilungen, einen Live-Ticker vom Feld und sonstige Infos gibt es auf der Homepage der Gruppe: Witzenhäuser Agrar-Studierende, Landwirte und Gärtner für eine gentechnikfreie Landwirtschaft.
Prozess gegen die Kartoffel-Schleuderer
Am Mittwoch, den 17. März fand der erste Verhandlungstag gegen die Gentechnikgegner in Waren vor dem Amtsgericht statt, die im Mai 2009 Öko-Setzkartoffeln auf einen Acker in Mecklenburg Vorpommern geschleudert hatten. Auf dem Feld sollten Gentech-Kartoffeln von BASF angebaut werden.
Jetzt wird ihnen Sachbeschädigung und Nötigung vorgeworfen. Der erste Verhandlungstag endete um 16.00 Uhr - weiter geht es am 31. März
Einer von vielen Presse-Artikeln hier: in der Frankfurter Rundschau online
Prozessbericht
Am Montag, 22. Februar fand am Amtsgericht Kitzingen eine Verhandlung gegen einen weiteren Teilnehmer der Feldbefreiung 2008 statt. Wie in den vorangegangen Verfahren verneinte Richter Betz den Rechtfertigenden Notstand; der Feldbefreier Frank Diehl wurde wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung zu 8 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt. Zum Prozessbericht
Unterschriftenaktion gegen Agro-Gentechnik
Am Montag den 22.02. steht auf dem Marktplatz in Kitzingen von 10 bis 13 Uhr ein Infostand zur aktuellen Lage um die Pläne der Agro-Gen-Multis im Landkreis mit Informationsmaterial und Presseberichten zur Agro-Gentechnik.
Trotz des Rückzugs von Pioneer in Hohenfeld werden weiterhin Unterschriften gegen die geplante Genmaisaussaat (ebenfalls von Pioneer) in Ostdeutschland gesammelt. Diese Aktion geht von den "Frauen für die Vielfalt" aus.
Neue Prozesstermine gegen Feldbefreier/innen
Verhandlungen in Folge der Feldbefreiung von 2008
Nachdem im Juni 2008 ein ca. 5 ha großes Genmaisfeld bei Kitzingen unschädlich gemacht worden war, wurden viele der beteiligten Aktivist/innen vom Amtsgericht Kitzingen zu 25 bis 45 Tagessätzen verurteilt. Auch dieses Jahr stehen noch weitere Verhandlungen an, der erste Termin ist für den 22. Februar vorgesehen. Außerdem rechnen wir mit mehreren Berufungsprozessen am Landgericht Würzburg. Der erste Termin hierfür ist der 26. April.
Alle Termine werden auf den Seiten der Rechtshilfe unter Laufende Verfahren bekannt gegeben.
Zivilprozess gegen die Feldbefreier/innen von Gatersleben
Der Zivilprozess gegen die sechs Feldbefreier/innen, die 2008 einen Genweizenversuch des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben unschädlich machten, geht weiter: Der Termin für die Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht Naumburg wurde für Dienstag, 4. Mai (Beginn 13 Uhr) festgesetzt.
Gegen das Zwischenurteil des Landgerichts Magdeburg hatten sowohl das IPK als auch die Feldbefreier/innen Berufung eingelegt. Ihre Begründung: Das Urteil hatte ihre Einwendungen, dass es sich bei der Aktion gar nicht um eine Sachbeschädigung, sondern um eine Rettungsmaßnahme für die Sortenvielfalt des Weizens und die bäuerliche Landwirtschaft handelte, gar nicht berücksichtigt.
Hintergründe zum Freisetzungversuch in Gatersleben, zu der Motivation der Feldbefreier/innen sowie zu den juristischen Folgen gibt es im Gatersleben-Dossier und auf den Seiten der Rechtshilfe.
2009: Ein ereignisreiches Jahr!
Viel ist passiert im vergangenen Jahr...
- Das Zivilverfahren gegen die FeldbefreierInnen aus Gatersleben hat begonnen
- Region Kitzingen: Nach dem Genmais-Verbot im April fiel die Gegensaat aus, stattdessen gab es eine Jubel-Demo
- Außerdem in Kitzingen: Zahlreiche Gerichtsprozesse gegen FeldbefreierInnen von 2008
- Feldbefreier kann man einsperren, Pollen nicht: Drei Feldbefreier waren im Knast
...eine Zusammenstellung von Berichten, Fotos und Video-Clips zu diesen und anderen Ereignissen des vergangenen Jahres gibt es im Rückblick 2009
Wir hoffen auf ein ebenso vielfältiges und ereignisreiches 2010!
Spendenaufruf
Der Einsatz gegen die Agro-Gentechnik kostet Geld, daher sind Spenden auch 2010 sehr willkommen! Auch an den Solidaritäts-Fonds der Rechtshilfe, der dazu dient die Angeklagten und Verurteilten nicht alleine auf ihren Kosten sitzen zu lassen.

